Die Luft brüht
Ich schwelge im Flair,
dem Italienischen, leichtes
Salz im Haar, auch
ohne Meer

im Stiefelinnern
schunkel ich
in einen lederhäutigen Rausch

the air is brewed
i revel in this
italian flair, a dash
of salt in hair, even
without sea

inside the boot
i sway in
leathery ectasy

matsche mir vorstellungen
ins hirn
zum mittagessen
zerdrückt mit gabelrücken
plastikgabel
im plastikteller
dreigeteilt
einmal fleisch
einmal reis
einmal gesund
gemüs oder so
unkenntlich
sitzen da fest in ihrem abteil
da ruckelt‘s nicht
die fahren nicht aus
die bleiben verharrt
im plastikkarren
auf dem tisch
die hoffnung
weggeknickt
die gabel zerbricht
herrje
das plastik
wiederbelebung
failt
krückstock
finger
streck ich finger aus
in den reis
hieve körnchen zum mund
in großer müh
eine nahrungsaufnahme
kleine kornflüchtlinge fallen
sie
mir durch die hand
wieder runter
der schoß
bereist
wisch ich die jetzt
aber schnell weg

schürfe mich aus
mit der kelle
auf goldsuche
goldene zunge
aufgelassen
rollt sich ein
schneckig
im mundhaus
nach hinten
der gaumen
nackt
die schnecke
schmeckt
salzig
tranig vielleicht
ein lebenstran im maul
zieht sich hin zum hals
runter
schluck
lang ich mit
der kelle durch die höhle
in die röhre
zum magen hin
will den tran finden
aber er trocknet
an der magenwand an
die schleimhaut bedrüftig
lechzt
ich schürfe sie ab
magenwand
inwendig vertieft
in mich selbst
auf der suche
nach gold
golden times
glory
hole
fällt es irgendwann eh
von selber wieder raus

windchen
wirbel um mich selbst
im rock
seidenversuch
der morgen drückt
mir auf die brust
so schwer
dass ich mich dreh
mich entwenden
abwenden will
vom druck
einen drückeberger machen
aber nein
schulbank
quetsch mich aus
radier ich mich
bis nichts mehr
leerer rock
ich verschwund
bleibt seidenschorf zurück

ein traum zerrinnt mir wie ein
ei
über dem frühstückstisch
dotterndes tuch
tropft
mir in den morgenschoß
fleckt sich dicht an mich
schab ich mit den fingern
traumreste aus
diesem eitrigen kleb